Die Entstehung von Bowtech®: Das besondere Geschenk eines außergewöhnlichen Menschen

Tom Bowen

Tom Ambrose Bowen, geboren 1916 in Melbourne, Australien, wollte schon als Jugendlicher Medizin studieren. Doch als typisches Auswandererkind, das in einfachen Verhältnissen aufwuchs, konnte er diesen Traum nicht realisieren. Er arbeitete zunächst in verschiedenen Jobs, unter anderem in einem Zementwerk, und diente im 2. Weltkrieg als Soldat. In seiner Freizeit engagierte er sich als Trainer jugendlicher Fußballspieler und konnte so die Arbeit von Ärzten und Masseuren verfolgen, die die Verletzungen und Erkrankungen der Spieler behandelten.

Der mittlerweile erwachsene Tom Bowen fühlte ein immer stärker werdendes Bedürfnis zu helfen und tat dies auch. Wie er auf die essentiellen, hilfreichen Griffe der heutigen Bowen-Technik kam, die den Menschen Linderung brachte und ihre Selbstheilungskräfte so effektiv aktivierte, wusste er selbst nicht. Schließlich hatte er keine wie auch immer geartete Ausbildung im Bereich des Gesundheitswesens genossen. In späteren Jahren oft darauf angesprochen, erklärte er, seine Kenntnisse hätten sich ihm schlicht intuitiv offenbart und die Informationen und das Wissen seien ein Geschenk Gottes (Anmerkung: für Skeptiker mag dies naiv oder unglaubwürdig klingen, doch beachten Sie, wie etwa Albert Einstein, Max Planck, Louis Pasteur, Edward Jenner u. v. m. mehr zu ihren Theorien gelangten…stets waren Einflüsse im Spiel, die mit der materialistischen Wissenschaft nicht erklärt werden können).

Eine Therapieform verbreitet sich „wie von selbst”

Neben seinem eigentlichen Broterwerb behandelte Tom Bowen seine Fußballer und bald auch viele andere Menschen mit seinen unspektakulären Griffen am oberen Körpergewebe (siehe hierzu: Bereich Technik). Seine Erfolge bei der Linderung zahlreicher Beschwerden sprachen sich in Geelong, wo er mittlerweile lebte, so rasch herum, dass die Menschen bald Schlange standen, um von ihm behandelt zu werden. Dass die Methode von Tom Bowen nicht nur auf einem Placebo-Effekt beruhen konnte, zeigten übrigens die ebenso durchschlagenen Erfolge bei Hunden, Katzen, Kühen, Pferden und Schweinen, die der Tierliebhaber ebenfalls behandelte.

Ende der 1950er Jahre war es Tom Bowen nicht mehr möglich, die vielen Klienten, die schließlich aus ganz Australien zu ihm kamen, „nebenbei” zu behandeln. Er gab seinen Job auf und eröffnete seine erste Praxis, in der er täglich zwischen 50 und 60 Personen behandelte. Abends und an den Wochenenden therapierte er darüber hinaus unentgeltlich behinderte Menschen und die Insassen des örtlichen Gefängnisses.

Es wird berichtet, dass Tom Bowen ein tief gläubiger, zurückhaltender Mensch war, der gar nicht daran dachte, mit seiner revolutionären Grifftechnik Ruhm und Anerkennung anzustreben. Er wollte lediglich den Menschen und Tieren, die zu ihm kamen bzw. gebracht wurden, zu einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes und ihrer Lebensqualität verhelfen. Doch seine Behandlungserfolge wiesen von selbst den Weg in die breitere Öffentlichkeit.

Die Bowen-Technik wird offiziell anerkannt.

In den 1970er Jahren wurde die Grifftechnik Tom Bowens´ durch die Mund-zu-Mund-Propaganda seiner Klienten in ganz Australien bekannt. Da die Behandlungsmethode mit nichts anderem wirklich zu vergleichen war, katalogisierten die Gesundheitsbehörden sie zunächst im Bereich Osteopathie (Anmerkung: Darunter wird im allgemeinen ein Konzept von manueller Untersuchung, Diagnostik, Therapie und Prävention von Funktionsstörungen - so genannten „somatischen Dysfunktionen” - im muskulo-skelettalen System, den visceralen Organen und dem peripheren und zentralen Nervensystem verstanden). Der Bundesstaat Viktoria gab daraufhin eine unabhängige Studie in Auftrag, die der Bowen-Technik eine Erfolgsrate von 88% zugestand und sie als eigenständige Therapieform anerkannte! Mittlerweile therapierte Tom Bowen ca. 13.000 Menschen jährlich und es stellte sich die Frage, was aus der Bowen-Technik werden würde, wenn Tom Bowen einmal nicht mehr wäre … denn noch hatte er niemanden in seiner Technik ausgebildet und kein schriftliches Lehrmaterial verfasst.

Ein Zufall? Tom Bowen trifft auf seine geistigen Erben

Auf einem Kongress in Adelaide in Südaustralien traf Tom Bowen auf das Ehepaar Oswald und Elaine Rentsch. Der Landwirt hatte eine Ausbildung zum Osteopathen begonnen, um seiner kranken Ehefrau helfen zu können, die sich als Kind an Hals- und Brustwirbelsäule schwer verletzt und zeit ihres Lebens starke Schmerzen gelitten hatte.

Bowen und Rentsch wurden einander vorgestellt und wie ferngesteuert sagte Rentsch: „Mr. Bowen, ich möchte von Ihnen lernen” und dieser antworte einfach mit: „Ja, einverstanden. Kommen Sie nächsten Mittwoch in meine Praxis”. Aus diesem Praxistermin wurde schließlich ein zweieinhalbjähriger Aufenthalt des Ehepaars Rentsch, in dem sie beobachteten, lernten und vor allem aufzeichneten.

„Tom hielt mich an, ihn zu begleiten, ihm auf die Finger zu sehen und auch selbst die Griffe auszuprobieren. Dabei korrigierte er mich immer wieder”, erinnert sich Oswald Rentsch. Und auch bei seiner Frau Elaine wirkte die Bowen-Technik natürlich: Nach wenigen Monaten waren ihre Schmerzen und die damit verbundenen Einschränkungen ihres Alltags verschwunden. Sie berichtet: „Ich spiele Golf, Tennis, Badminton, Squash und ich reite sogar.” Tom Bowen, der in seinem Lebens zahllose Menschen behandelt hatte, nahm auf seine eigene Gesundheit keine Rücksicht. Sein enormes Arbeitspensum und seine unbedingte Aufmerksamkeit anderen gegenüber forderten ihren Tribut. Der Entwickler der Bowen-Technik starb 1982 an den Folgen seiner Diabetes.

Das Ehepaar Rentsch trat mit seinem Segen die Erbfolge an und gründete 1987 die „Bowen Therapy Acadamy of Australia” und trägt die Bowen-Technik seither erfolgreich in die gesamte Welt hinaus.

Bowtech® unterscheidet sich von vielen anderen manuellen Therapien übrigens auch darin, dass sie heutzutage in Australien von der Schulmedizin anerkannt ist und von der WHO (World Health Organisation / Weltgesundheitsorganisation) zum erfolgreichsten ganzheitlichen Heilverfahren der Welt erklärt wurde!

„Ich glaube, ich gehe nur einmal durch diese Welt. Daher werde ich alles Gute, was ich tun kann, jede Freundlichkeit, die ich einem Lebewesen erweisen kann, jetzt tun. Ich werde dieses nicht aufschieben oder versäumen, denn ich werde wahrscheinlich nicht noch einmal hier sein.”

Tom Bowen, Entwickler der Bowen-Technik